Welche Gefahren gehen vom Haarp-Projekt aus?
geschrieben von mystery (11. September 2010)

Das Haarp-Projekt ist ein Forschungsprogramm, das in Alaska beheimatet ist. Die US Navy und die US Air Force erforschen gemeinsam mit der University of Alaska die Ausbreitung von Funkwellen in der oberen Atmosphäre. Haarp ist die Abkürzung für „High Frequency Active Auroral Research Program“.
Im Internet kursieren Gerüchte, nach denen das Haarp-Projekt eine immense Gefahr darstellt. Es wird behauptet, dass das Wetter beeinflusst werden könnte. Zudem soll es auch möglich sein, Naturkatastrophen auszulösen. Dabei werden z.T. aberwitzige Behauptungen aufgestellt, die jeder Grundlage entbehren.

Im Zentrum der Kritik steht ein Kurzwellensender. Dieser soll angeblich bis zu 100 Milliarden Watt erreichen können. Das klingt spektakulär, in Wahrheit ist aber nur ein Ausbau auf 4000 Megawatt oder 4 Milliarden Watt geplant. Es wäre technisch bestenfalls mit gigantischem Aufwand möglich, die angeblichen 10.000 Megawatt zu erreichen.

Es gibt auf der Welt zahlreiche Kurzwellensender, die 100 Megawatt und mehr erreichen. Angeblich konnte Radio Moskau schon in den 1980er Jahren mit 400 Megawatt senden. Das Haarp-Projekt bringt also keineswegs etwas völlig Neues auf den Markt. Zudem entbehrt es jeder physikalischen Theorie, dass mit Kurzwellen z.B. ein Erdbeben ausgelöst werden könnte.

Vielmehr ist es so, dass das Haarp-Projekt die Kurzwellen anders nutzt als ein Radiosender. Es wird z.B. gemessen, wie die Atmosphäre Funkwellen transportiert. Das ist ein Stück Grundlagenforschung, das später der Kommunikationstechnik zugutekommen soll. Das Haarp-Projekt ist zudem nicht einzigartig. Ähnliche Projekte gibt es auch in Norwegen und in Russland.

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